Manuel Grotz
Manuel Grotz Privatanleger · Aktionärsforum Bodensee
ZukunftstrendsHumanoide RoboterKernfusionVideo-Analyse

Veröffentlicht am 13.10.2026 · Lesezeit ca. 7 Minuten · Video: Jens Rabe

Welche Branchen boomen in den nächsten 10 bis 15 Jahren – und welche geraten unter Druck? Im Gespräch mit Jens Rabe zeichnet Zukunftsforscher Sven Gabor Jánszky (2b AHEAD ThinkTank) ein radikales Bild: humanoide Roboter, Gehirn-Computer-Schnittstellen, Kernfusion und Longevity auf der einen Seite, klassische Wissensberufe und die deutsche Autoindustrie auf der anderen. Ich fasse die Kernaussagen zusammen und ordne sie für Anleger ein.

10 Mrd.
humanoide Roboter bis 2040 laut Jánszky
~6,5 Mio.
Einheiten bis 2035 laut Goldman Sachs
~138 Mrd. $
Marktvolumen 2035 laut Goldman Sachs
ab ~2035
nicht mehr 8 Stunden bezahlte Arbeit für alle

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Technologien verlaufen laut Jánszky in S-Kurven – wer profitieren will, muss früh auf der richtigen Kurve investieren.
  • Humanoide Roboter sind für ihn das am schnellsten wachsende Produkt der nächsten 10–15 Jahre: bis zu 10 Milliarden Roboter bis 2040, mehr als Menschen.
  • Weitere Boom-Felder: BCI, Kernfusion, Gentherapien, Longevity, Kryokonservierung von Organen, KI und Quantencomputing.
  • Unter Druck: klassische Informationsberufe, Handwerk und die deutsche Autoindustrie.
  • Meine Einordnung: Die Makro-These hilft bei der Allokation, aber Timing und Einzelauswahl sind schwer. Für Privatanleger eher Picks & Shovels und breite ETFs.

Das Video: „Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky: Diese Branchen boomen bald“

Im rund 37-minütigen Interview spricht Jens Rabe mit Sven Gabor Jánszky, Gründer des 2b AHEAD ThinkTank, über Technologiesprünge, die Zukunft der Arbeit und darüber, wo künftig Vermögen entsteht.

Quelle: YouTube / Jens Rabe. Eingebettet im erweiterten Datenschutzmodus (youtube-nocookie.com).

S-Kurven: Früh auf die richtige Technologie setzen

Jánszkys Grundgedanke: Jede Technologie folgt einer S-Kurve – langsamer Start, steiler Aufstieg, Sättigung. Wer Vermögen aufbauen will, muss früh auf der richtigen Kurve sein, nicht auf einer, die gerade ausläuft.

Bemerkenswert ist sein Anspruch an die eigene Zunft: Man solle nur Zukunftsforschern vertrauen, die ihr eigenes Geld in ihre Prognosen stecken. Er selbst betreibt nach eigener Aussage eigene Venture-Fonds und Company Builder. Das macht ihn konsequent – aber eben auch zu einem Beteiligten, der von seinen Thesen profitiert.

Diese Branchen boomen laut Jánszky

1
Humanoide Roboter: das am schnellsten wachsende Produkt der nächsten 10–15 Jahre – bis zu 10 Milliarden Roboter bis 2040, also mehr als Menschen.
2
Brain-Computer-Interfaces (BCI): direkte Schnittstellen zwischen Gehirn und Computer.
3
Kernfusion: als mögliche Quelle nahezu unbegrenzter Energie.
4
Gentherapien, Longevity und Kryokonservierung von Organen: Medizin, die Leben verlängern soll.
5
KI und Quantencomputing: die Basistechnologien hinter vielen anderen Trends.

Diese Branchen geraten unter Druck

Auf der Verliererseite sieht Jánszky klassische Informationsberufe wie Steuerberater und Teile der Juristen, außerdem das Handwerk und die deutsche Autoindustrie, die sich auf einer auslaufenden S-Kurve befinde.

Seine Arbeitsmarkt-These: Ab etwa 2035 werde es nicht mehr für jeden 8 Stunden bezahlte Arbeit geben. Wichtiger würden dann Empathie-Jobs – Coaching, Pflege, Community-Management. Und Vermögen entstehe zunehmend aus Kapital, das in Technologiewachstum investiert ist, statt aus Arbeit.

Kernbotschaft: Wenn Arbeit an Bedeutung verliert, wird es umso wichtiger, selbst Kapital in Wachstumstechnologien investiert zu haben.

Meine Einordnung: Chancen und Risiken

ThemaJánszkyAndere EinschätzungenInvestierbarkeit
Humanoide Roboterbis zu 10 Mrd. bis 2040Goldman Sachs: ~6,5 Mio. Einheiten, ~138 Mrd. USD bis 2035; Barclays optimistisch bis ~200 Mrd. USDüber Wertschöpfungskette
KernfusionBoom-BranchePrivates Kapital stark gestiegen; erste kommerzielle Anlagen Anfang der 2030er angepeilt; Experten uneinsspekulativ, kaum börsennotiert
BCI & LongevityBoom-Branchensehr frühes Stadiumeher Venture Capital

Zusammenstellung auf Basis des Videos und der genannten Bankprognosen.

Humanoide Roboter

10 Milliarden Roboter bis 2040 liegen weit über den Prognosen der Banken. Goldman Sachs rechnet mit rund 6,5 Millionen Einheiten und etwa 138 Milliarden USD bis 2035, Barclays zeigt sich optimistischer mit bis zu rund 200 Milliarden USD. Die Chance liegt für mich vor allem in der Wertschöpfungskette: Aktuatoren, Sensoren, Chips und Batterien braucht jeder Hersteller – egal, wer das Rennen macht.

Kernfusion

Das private Kapital ist stark gestiegen, etwa bei Commonwealth Fusion Systems und Helion. Erste kommerzielle Anlagen werden für Anfang der 2030er angepeilt, doch Experten sind gespalten. Das Thema ist spekulativ, und nur wenige Unternehmen sind börsennotiert.

BCI und Longevity

Beide Felder stehen sehr früh, sind illiquide und hochriskant – eher ein Thema für Venture Capital als für das Depot von Privatanlegern.

Chancen

  • Makro-These hilft bei der strategischen Allokation
  • Zulieferer profitieren unabhängig vom Gewinner
  • Frühe S-Kurven bieten großes Wachstumspotenzial

Risiken

  • Technologische Reife und Kosten
  • Akzeptanz und Regulierung
  • Hohe Volatilität, schwieriges Timing
  • Die richtigen Unternehmen auszuwählen ist schwer

Fazit für Privatanleger

Jánszkys Thesen sind provokant und teils deutlich optimistischer als die Prognosen großer Banken. Als Denkrahmen für die Allokation sind sie trotzdem wertvoll. Für Privatanleger sehe ich diesen Weg:

  • Picks & Shovels: Zulieferer der Wertschöpfungskette statt Wetten auf einzelne Hersteller.
  • Breite Tech- oder Innovations-ETFs als Basis.
  • Kleiner spekulativer Anteil für Einzelthemen wie Fusion.
  • Diversifikation statt Klumpenrisiko.
  • Die Ideen als Inspiration für die Watchlist nutzen.

FAQ: Häufige Fragen zu Zukunftsbranchen

Wer ist Sven Gabor Jánszky?

Ein Zukunftsforscher und Gründer des 2b AHEAD ThinkTank. Nach eigener Aussage investiert er über eigene Venture-Fonds und Company Builder in seine Prognosen.

Was bedeutet die S-Kurve bei Technologien?

Neue Technologien wachsen erst langsam, dann sehr schnell und erreichen schließlich eine Sättigung. Laut Jánszky muss man früh auf der richtigen Kurve investieren.

Wie groß wird der Markt für humanoide Roboter?

Jánszky spricht von bis zu 10 Milliarden Robotern bis 2040. Goldman Sachs erwartet rund 6,5 Millionen Einheiten und etwa 138 Milliarden USD bis 2035, Barclays bis zu rund 200 Milliarden USD.

Kann man in Kernfusion investieren?

Nur eingeschränkt: Führende Firmen wie Commonwealth Fusion Systems und Helion sind privat finanziert, börsennotierte Unternehmen sind rar. Das Thema ist spekulativ.

Welche Berufe sind laut Jánszky gefährdet?

Klassische Informationsberufe wie Steuerberater und Teile der Juristen, das Handwerk sowie die deutsche Autoindustrie. Empathie-Jobs wie Coaching, Pflege und Community-Management gewinnen an Bedeutung.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Die Aussagen von Sven Gabor Jánszky stammen aus dem eingebetteten Video von Jens Rabe und wurden von mir eingeordnet. Jánszky ist nach eigener Aussage über Venture-Fonds selbst investiert. Zukunftstechnologien und Wachstumsaktien unterliegen starken Kursschwankungen bis hin zum Totalverlust.

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Tags
Brain-Computer-Interface Humanoide Roboter Innovation ETF Jens Rabe Kernfusion Kernfusion Aktien Künstliche Intelligenz Longevity Megatrends Quantencomputing Robotik Aktien Sven Gabor Jánszky Zukunft der Arbeit Zukunftsbranchen Zukunftsforscher

⚠️ Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Alle Angaben ohne Gewähr. Vergangene Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

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