Verhalten des Silberpreises vor den First Notice Days
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Heute beleuchten wir das Verhalten des Silberpreises kurz vor den First Notice Days (FND) in Futures-Kontrakten. Viele Investoren vermuten, dass der Preis vor dem FND gedrückt wird, um Lieferungen zu vermeiden, und danach bei hoher physischer Nachfrage ansteigt. Basierend auf aktuellen Analysen (Stand Januar 2026, mit Silberpreisen bei 90–100 USD pro Unze) teilen wir diese Einschätzung teilweise.
Was ist der First Notice Day (FND)?
Der FND ist der erste Tag, an dem Inhaber von Long-Positionen in physisch lieferbaren Silber-Futures (z. B. auf der COMEX) mitteilen müssen, ob sie eine physische Lieferung wünschen. Hohe offene Kontrakte (Open Interest) können zu Volatilität führen, da Shorts versuchen, Preise zu drücken und Lieferungen zu minimieren.
Preisverhalten vor dem FND: Oft eine Drückungsphase
Historisch wird der Silberpreis vor dem FND häufig gedrückt. Bullion-Banken wurden oft für Manipulation kritisiert, indem sie massive „Paper Silver“-Verkäufe tätigen. Im Jahr 2025 fielen Preise teilweise um bis zu 10 % vor dem FND, nur um danach kräftig zu rebounden.
Preisverhalten nach dem FND: Potenzieller Anstieg
Wenn viele Lieferungen gefordert werden („Standing for Delivery“), steigt der Preis oft. Physische Nachfrage aus der Industrie (Solar, Elektronik) überwiegt dann die Markteingriffe. Beispiele aus 2025 zeigen Anstiege um 25 % nach FND, da physische Knappheit den Spot-Preis trieb.
Unsere Einschätzung: Muster vorhanden, aber risikoreich
Die These von Preisdrückung vor dem FND und Anstieg danach passt zu vielen Mustern. Dennoch ist Vorsicht geboten: Vermeiden Sie hohe Hebel in solchen Phasen. Langfristig bleibt Silber durch Geopolitik und Inflation bullish, mit Prognosen für weitere Steigerungen bis Mitte 2026.
Fazit
Das Verhalten um den FND unterstreicht die Spannung zwischen Papier- und physischem Markt. Für Investoren bietet es Chancen, erfordert aber eine kühle Strategie. Bleiben Sie informiert auf manuel360finanz.de!
